
Viele Talente. Kein roter Faden.
Du bist nicht zu viel. Du bist ganz.
Zehn Minuten, die dir zeigen, wo du stark bist; und wo dir beim Kommunizieren Energie verloren geht.
Du weißt, dass du mehr als eine Begabung hast. Was du nicht weißt: was du mit all dem anfangen sollst. Aber schau genauer hin: Du nutzt es nicht. Du hältst einen großen Teil von dir zurück. Du zeigst das, was du schon kennst: das, was du immer gemacht hast, das, was dich bis hierher gebracht hat, den Titel, der automatisch kommt, wenn dich jemand fragt, was du beruflich machst. Und innerlich weißt du es längst: Eine Fähigkeit schließt die andere nicht aus. Was du wirklich gut kannst, ist keine davon allein; sondern das, was entsteht, wenn sie zusammenkommen. Ich habe auch jahrelang einen großen Teil von mir versteckt. Ich habe nicht erzählt, dass ich in diesem Land Asyl beantragt habe; dass das der Weg war, über den ich legal bleiben konnte. Ich habe mich für dieses Kapitel geschämt. Bis ich etwas verstanden habe: Ich habe mich nie über diesen Status definiert.. Als Asylbewerberin habe ich an einer deutschen Musikhochschule studiert und es in den Chor einer deutschen Opernhaus. Und genau dort lag der rote Faden meiner Geschichte. Du bist nicht „zu viel“. Du hast einen großen Teil von dir versteckt; und ausgerechnet der ist es, der dein ganzes Potenzial sichtbar macht.